Presse-Echo
NNP, 02.05.2012
Auf dem besten Weg
Hervorragendes
Frühjahrskonzert des Quartettvereins Villmar
Die
"Liedertafel" der kleinen Chöre aus Freiendiez und Niederzeuzheim hat beim
Frühlingskonzert des Quartettvereins Villmar eine herausragende Leistung
hingelegt.
Der Villmarer Quartettverein ist durch Frauen verstärkt für die Zukunft
gerüstet.
Villmar. Bei diesem Konzert wussten auch das Saxofon-Ensemble "Saxsonic" der Kreismusikschule Limburg sowie die Gastgeber selbst wussten in der gut besuchten König-Konrad-Halle zu gefallen.
Dass durch das lange Wochenende, wie Vorsitzender Raimund Werner andeutete, der eine oder andere Aktive fehlte, fiel da gar nicht auf. Ein großer Verdienst von Dirigent Jürgen Faßbender, der nicht umsonst zu den gefragtesten Chorleitern in der Region zählt. Wo andere Vereine über Nachwuchsmangel oft nur jammern, aber wenig oder das Falsche dagegen tun, hat der Quartettverein mit seinem "Konzepttrainer" die letzten Jahre die Probleme richtig analysiert und die nötigen Gegenmaßnahmen ergriffen.
Vor zwei Jahren, beim 90-jährigen Vereinsbestehen, hatte der gemischte Chor seinen ersten Auftritt, mittlerweile ist er schon die tragende Säule der "Quartettler". Der Männerchor ist laut Werner zwar immer noch gesangsfähig. Da aber auch hier eine Überalterung und Schrumpfung drohte, war es der richtige Weg, für die Zukunft Frauen mit ins Boot zu nehmen und eher auf den gemischten Chor für die langfristige Zukunft zu setzen, zumal die Frauen für eine Verjüngung sorgten.
Jung und Alt
"Jung und Alt zusammen in einem Chor, natürlich geht das", sagt Faßbender überzeugt mit glänzenden Augen. Er geht offen auf alle zu, hat den Mut, auch mal interessante frische Bearbeitungen alter Klassiker mit seinen Aktiven einzustudieren. So, wenn er mit seiner Liedertafel "Wandrers Nachtlied" oder "Abendstimmung" umsetzt. Die Aktiven der "Liedertafel" sind allesamt besonders talentierte und sichtlich hochmotivierte Sänger auf dem Leistungszenit, die somit auch in Villmar ein erstaunliches Klangerlebnis boten und um Zugaben folglich nicht herum kamen.
Geistliche Literatur bot den Schwerpunkt des ersten Programmteils. Außergewöhnlich dabei beispielsweise ein experimentelles "Ave Maria", bei dem die Jesus-Mutter durch die Nachricht der Schwangerschaft höchst traumatisiert wirkt. Oder Rossinis "Chant Funebre", der opernhaft für einen Freund den letzten Weg musikalisch verschönerte.
In Hälfte zwei bewiesen die Jungs der "Liedertafel", dass Werke wie "Unter der Linde", "Der träumende See" oder "Ein Lied von Lieb und Leide" im Jahre 2012 keineswegs altbacken wirken müssen. "When I‘m 64" der Beatles oder "O du lieber Augustin" des Alpenrockers Lorenz Maierhofer deuteten die große Bandbreite des starken Gastchores an. Den zu toppen, war an diesem Nachmittag nicht möglich. Aber der Quartettverein Villmar agierte deutlich über dem heimischen Schnitt, imponierte mit seiner durch die Frauen gewonnenen Größe und einer stimmliche Leistung sicherlich nahe des eigenen Limits. Ob "Jubilate Deo", "Vater unser" oder "Ubi Caritas". Dank Faßbender führte die Euphorie gar zu "Siegen" über schwere Werke. Auch "Wach auf, meins Herzens Schöne", "Da unten im Tale" oder "Weit weit weg" erfreuten uneingeschränkt das sich gut unterhalten fühlende Publikum.
Als gute und stimmige Abwechslung zum Chorgesang erwies sich das zwölfköpfige "Saxsonic"-Ensemble der Kreismusikschule. "Manche mögen lieber Walzer, manche lieber Polka und wir Libertango", scherzte Leiter Stephan Kramer. Bei den stolzen südlichen Klängen wäre man am Liebsten auf die (nicht vorhandene) Tanzfläche verschwunden. "Danzon no. 2" entführte nach Südamerika, und der "Revival Rag" ins Amerika Anfang des 20. Jahrhunderts. Eine klassische "Ouvertüre to candide" des großen Leonard Bernstein, der sich listig anschleichende Zeichentrick-Schussel "The Pink Panther" von Mancini oder "A Bluesy One". Auf allen Ebenen erwies sich "Saxsonic" als spielfreudig und stilsicher. Und der Nachmittag zeigte: Mit entsprechender Gast- und Musikauswahl gewinnt man als normaler Dorfchor nach wie vor ein interessiertes Publikum. (rok)
WT, 02.05.2012
Villmar. Ein außergewöhnliches Frühlingskonzert hat der Quartettverein Villmar am Samstag in der König-Konrad-Halle gegeben. Neben den Gastgebern musizierten der Chor "Liedertafel" und das Bläserensemble der Kreismusikschule Limburg "Saxonic".
Seltene Chorliteratur hatte die "Liedertafel" einstudiert, die sich aus rund 50
Sängern aus den Fassbender-Chören aus Freiendiez, Niederzeuzheim und Plaidt
zusammensetzt. Sie sangen das "Kyrie" von Pjotr Janczak und den "Chant funebre"
von Gioacchino Rossini.
Eine außergewöhnliche Version des "Ave Maria" hat der experimentierfreudige
Hermann Rechberger komponiert, dem das ebenfalls moderne, aber gemäßigtere "Peccantem
me quotidie" (Miskinis) folgte. Mit "Abendstimmung" des dänischen Komponisten
Carl Nielsen und "Wandrers Nachtlied" von Carl Amand Mangold aus Darmstadt
endete der erste Auftritt der "Liedertafel".
Ebenfalls nicht alltäglich war dann der Vortrag von "Saxonic", in dem alle
Instrumente der Saxophon-Familie - von klein bis groß - vertreten sind und die
zusammen einen bombastischen Klang bilden. Das Repertoire der elf Musiker reicht
von Klassik über Jazz, Folklore und Filmmusik bis hin zum Tango.
Sie starteten mit der klassischen "Overtüre to Candide" von Leonard Bernstein
und entführten zu Tangorhythmen mit "Danzón no. 2" von Arturo Marquez. Mit dem
Ragtime "Revival Rag 1920" von Jan Stoeckart ging es in die Pause.
Das Publikum fordert zwei Zugaben
Das Herzstück der Saxmusik erklang ebenfalls: "The Pink Panther" von Henry
Mancini. Nicht fehlen durfte die geforderte Zugabe. Die Band spielte ihr
Lieblingsstück "Mazeltov" und wurde mit frenetischem Beifall belohnt.
Der gemischte Chor "Quartettverein" begeisterte auch in Teil zwei unter anderem
mit "Wach auf meins Herzens Schöne" (Ralph Hoffmann) und "Weit weit weg" von
Lorenz Maierhofer.
Zum Abschluss stand noch einmal die "Liedertafel" auf der Bühne: Neben den
beiden bekannten Liedern von Mathieu Neumann "Unter der Linde" und "Ein Lied von
Liebe und Leide" gab es unter anderen auch den Beatles-Hit "When Im 64" zu
hören.
Außergewöhnlich dann die Version des "schönen Augustin"; Lorenz Maierhofer hat
Jürgen Fassbender vor zwei Jahren seinen außergewöhnlichen Satz darüber -
teilweise mit rappigem Sprechgesang - geschenkt. Das Publikum war begeistert und
forderte erfolgreich zwei Zugaben.
NNP, 09.03.2010
Das Jubiläumskonzert des
Quartettvereins Villmar am Sonntag in der König-Konrad-Halle war fast bis auf
den letzten Platz besetzt. Die zu Hunderten erschienenen heimischen Musikfreunde
brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen.
Villmar. Dank des gemeinsamen
Dirigenten Jürgen Faßbender war es nämlich zum 90. Vereinsgeburtstag gelungen,
mit «Cantabile» Limburg einen der leistungstärksten und innovativsten
Männerchöre der Region zu gewinnen. Romantisch fing es an mit Schuberts
getragenem «Die Nacht» und einem Arrangement des nicht so bekannten Komponisten
Carl Amand Mangold, dem es vortrefflich gelungen war, das berühmte Gedicht
«Wanderers Nachtlied» tonal umzusetzen. Es schlossen sich drei schwedische
Volkslieder von Hugo Alfven an. Neben «I manas skimmer», «Im Mondesschimmer»,
das man häufig bei Konzerten der Region hört, wurden ebenfalls die
«Freudenblumen» (Glädjens Blomster) und die Abendstimmung (Stemning) besungen.
Der erste Programmteil schloss mit drei britischen Volksweisen ab. In «The Song
of the blacksmith» wurden wunderschön die Schläge des Hufschmieds umgesetzt, in
«Bushes and briars» die Trauer über eine verflossene Liebe, und in «Lowlands»
das Schicksal eines schottischen Auswanderers auf hoher See.
Faßbender berichtete, dass «Cantabile» das deutsche Brauchtum nicht vernachlässigen wolle. Drei solcher Klassiker waren im zweistündigen Programm «Schöne Nacht», «Alle Tage ist kein Sonntag» und «Über die Heide». Den größten Applaus gab es aber für frische Ideen. Es gehört schon Mut dazu, ausgerechnet «Engel» der «bösen» Rocker von «Rammstein» bei einem Konzert auf dem Land vor eher älterem Publikum aufzuführen. Aber die Villmarer Zuhörer zeigten große Aufgeschlossenheit. Toll kam auch das selbstironische «Mädchen und Matrose» an, in der die Geräusche der Annäherung zwischen dem holden Mädel und dem chilenischen Seemann zu einem lustigen Ganzen verschmolzen. Die Liebe zu «Cantabile» der Villmarer war so groß, dass lange anhaltende Ovationen und mit «How deep is your love» eine träumerische Zugabe folgten.
Werner
nutzte die Festveranstaltung auch dazu, Simon Jaik für 75-jährige Mitgliedschaft
im Quartettverein zu ehren. Der 90-Jährige hatte sich eine besondere Würdigung
seiner Leistungen außerdem für über 40 Jahre als Sänger sowie 20 Vorstandsjahre
mehr als verdient. Werner betonte, dass der Verein auf die Nachwuchssorgen
vieler heimischer Männerchore reagiert habe und für die Zukunft derzeit gerade
einen gemischten Chor als neues Standbein aufbaue. Mut mache, dass sich sofort
50 Interessenten gemeldet hätten. Nur mit wenigen Monaten Anlaufzeit gelang beim
ersten öffentlichen Auftritt eine hörenswerte Interpretation von «Die Gedanken
sind frei». Mit «Lead me, Lord» und «The blessing of Aaron» zeigte Faßbender
aber auch, dass er mit neuer Literatur ein junges Sängerpotenzial heranziehen
will. Unzweifelhaft sind aber die Männer des Quartettvereins alleine weiterhin
sehr hörenswert. Sie hatten mit der Hymne «O du schöner Rosengarten» und dem
Loblied auf «Barbarossa» den Nachmittag eröffnet. Es folgten fröhliche
Trinklieder von Friedrich Silcher und Franz Schubert, die Lust aufs
anschließende gemütliche Beisammensein machten.
Wer Lust verspürt, in einem der beiden Quartettvereinschöre mitzumachen, kann
einfach einmal bei einer der Proben dienstags, 19 bis 20.30 Uhr, in der
König-Konrad-Halle vorbeischauen. rok
Raimund Werner ehrte Simon Jaik
NNP, 25.02.2008
Ein Sängerfest für Jürgen Faßbender
Villmar.„Ich
freue mich noch immer auf jede Chorprobe“, sagt Jürgen Faßbender nach 25 Jahren
als Chorleiter, in denen er viele verschiedene Chöre betreut und auch aufgebaut
hat.
Dass dies keine leeren Worthülsen sind, glaubt man ihm aufs Wort, wenn man ihn
vor einem Chor bei der Arbeit sieht. Da steht einer, der nicht nur mit
außerordentlich hohem Sachverstand und Können, sondern mit ganzer Leidenschaft
bei der Sache ist. Dieser Begeisterung können sich seine Sängerinnen und Sänger
offensichtlich nicht entziehen.

Jürgen Faßbender in seinem Element
als Chorleiter beim „Offenen Singen“
mit Sängerinnen von „Salto Vocale“
Elz und dem gemischten Chor Bad Camberg
in der König-Konrad-Halle.
Foto: Lormann
Eindrucksvoll
demonstrierten sie das bei einem großen Treffen der Faßbender-Chöre zum
25-jährigen Chorleiterjubiläum in der Villmarer König-Konrad-Halle. Mit dem
Liederkranz Niederzeuzheim, dem gemischten Chor des Männergesangvereins Bad
Camberg, dem Quartettverein Villmar, dem Kreml-Chor Zollhaus, der Germania Elz
mit Männerchor und Salto Vocale, dem Männerchor Plaidt, dem Männerchor Thalia
Ebernhahn, dem Männerchor Germania Freiendiez, Cantabile Limburg und Carpe Diem
hatten sich elf Chöre eingefunden, um die Veranstaltung, gewissermaßen ein Fest
unter Freunden, zu gestalten. Und da wurde natürlich in erster Linie eines
getan: gesungen, dass sich die Balken bogen.
Dass Faßbender kein „Brimborium“ mag, wie er selbst sagte, prägte dabei den
Ablauf des ganzen Abends. Keine Rede von geordnetem Auftreten, festgelegtem
Programm, langen Reden oder Konzertatmosphäre. In lockerer Reihenfolge rief der
Chef seine Damen und Herren nach vorn, nach dem Motto „Wer die Lieder kann, darf
mitsingen“ – immer gleich mehrere Chöre auf einmal. Und dann erklang Musik vom
Volkslied über Popsong bis Spirituals und Swingtiteln. Da kamen schnell mal rund
250 Männer zusammen, die trotz der Masse wunderschön gefühlvoll „My Lord what a
Morning“ oder „Steel away“ intonierten. Genauso schön sangen sie übrigens auch
die romantischen Liebeslieder wie „Wahre Liebe“ oder „O wie herbe ist Scheiden“.
Schnell merkte man, dass die Chöre bei aller unterschiedlichen Struktur einen
gewissen gemeinsamen Nenner haben und auch ein bestimmte Schnittmenge an
unterhaltender Literatur, die alle beherrschen, so dass das gemeinsame Singen in
so großen Gruppen kein Problem darstellte, sondern einfach nur Spaß machte und
zwar sowohl den Ausführenden als auch den Zuhörern.
An diesem Abend wurde das gepflegt, was bei den meisten Chören im alltäglichen
Probengetriebe und dem Zeitdruck, bis zu diesem Konzert oder jenem Wettbewerb
etwas Können zu müssen, in aller Regel viel zu kurz kommt: Singen aus
Geselligkeit und Freude an der Sache und auch ein Stück weit, weil man mit
Gesang Dinge sagen kann, die man sonst vielleicht nicht artikuliert.
Dementsprechend gelöst und fröhlich war auch die Stimmung, die schnell jeden
erfasste.
Ganz ohne das bewusste „Brimborium“ ging es dann aber doch nicht, wenn auch in
erfreulich verkürzter Form. Gerhard Voss als Sängerkreisvorsitzender überbrachte
Urkunden, Nadel und Glückwünsche des hessischen und des deutschen Sängerbundes
und des Sängerkreises Limburg-Weilburg und der Vorsitzende des Quartettvereins
Villmar, Reimund Werner, überreichte im Namen aller Chöre ein Jubiläumsgeschenk
an Jürgen Faßbender. Der freute sich auch darüber, dass er neben Villmars
Bürgermeister Hermann Hepp und dem ehemaligen Landrat Dr. Manfred Fluck seinen
früheren Chorleitungslehrer Wolfgang Hauck begrüßen durfte. Nach gut drei
Stunden waren die sangesfreudigen Menschen noch eifrig bei der Sache, und ein
Ende war nicht abzusehen.
NNP, 17.01.2008
Jakob Höhler singt seit 60
Jahren im Quartettverein
Villmar. Beim Quartettverein Villmar läuft es wie am Schnürchen und
dank der Erfolge und der guten Arbeit des Chorleiters Jürgen Faßbender finden
auch wieder junge Leute zum Chorgesang. Dieses Kompliment machte der
Sängerkreisvorsitzende Gerhard Voss den Quartettlern in deren
Jahreshauptversammlung in der König-Konrad-Halle, in der er auch einige
langjährige und verdiente Sänger ehrte. An der Spitze den Ehrenvorsitzenden
Jakob Höhler für 60-jährige und Eugen Bernard für 50-jährige Sängertätigkeit. 40
Jahre Sänger im Quartettverein sind Bernd Schröder und Lothar Speier. Neben
diesen Aktiven standen auch etliche fördernde Mitglieder zur Ehrung an, die beim
Quartettverein nicht nur auf dem Papier stehen, sondern bei vielen Gelegenheiten
ihre Verbundenheit zum Chor bezeugen.

Der Vereinsvorsitzende Raimund Werner (links)
und der Sängerkreisvorsitzende Gerhard Voss (rechts)
gratulierten den geehrten langjährigen Sängern und
fördernden Mitgliedern des Quartettvereins.
An ihrer Spitze der Ehrenvorsitzende Jakob Höhler
(Dritter von links). Fotos: Horz
Für 60-jährige fördernde
Mitgliedschaft wurden Hubert Aumüller, Jakob Brahm, Willi Geis, August
Hasselbächer, Walter Schneider und Hermann Trnetschka geehrt, für 50-jährige
Mitgliedschaft Paul Arthen, Berthold Brahm und Hans Demel. Entschuldigt hatten
sich Ewald Frei, Thomas Hastrich, Eugen Reichwein und Jörg Seitz, die den Verein
seit 25 Jahren unterstützen. Bernd Schröder, Lothar Speier, Hermann Beichert und
Ludwig Haun wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Dass die Aktiven ihr Hobby mit Leidenschaft betreiben und stets leistungsbereit
sind, zeigte ihre Präsenz bei den Chorproben, stellte der Vorsitzende Raimund
Werner in seinem Bericht fest. An der Spitze der eifrigsten Sänger standen Adam
Flach und Lothar Speier, die keine der 33 Gesangstunden versäumten und mit einem
Präsent bedacht wurden. 13 Sänger fehlten nur zwei- oder dreimal. Ehrungen bei
Vereinen würdigen das uneigennützige Engagement von Menschen in der
Gemeinschaft, und der Gesang verschönere den grauen Alltag, konstatierte der
Sängerkreisvorsitzende. Erfreut zeigte sich Voss, dass beim Quartettverein neben
dem Männerchor seit einiger Zeit auch Frauenstimmen zu hören sind, ein
Frauenchor angemeldet wurde und mit Tina Müller auch eine Dame im erweiterten
Vorstand sitzt. Senior Jakob Höhler machte sich zum Sprecher der Geehrten und
hob in seinen Dankesworten den Leistungsstand des Chores und das intakte
Vereinsleben hervor. Der Quartettverein habe in den letzten Jahren Aufschwung
genommen und Freunde gewonnen, woran der qualifizierte Chor wie auch die
fördernden Mitglieder ihren Anteil hätten.
Die Leistungen des Chores und die Höhepunkte des Vereinsleben im vergangenen
Jahr spiegelten sich in dem Geschäftsbericht wider. Der Bogen spannte sich von
der Jahreshauptversammlung über den Maskenball und die Beteiligung am
Fastnachtsumzug mit einer stattlichen Gruppe, dem gut besuchten und gelungenen
Frühjahrskonzert in der König-Konrad-Halle unter Mitwirkung des Kreml-Chores aus
Zollhaus und des Elzer Salonorchesters sowie die Beteiligung an vier Konzerten
befreundeter Vereine, bei denen der Chor überzeugen konnte. Beim beliebten
„Eckensingen“ vor den Sommerferien war mit dem ebenfalls von Jürgen Faßbender
geleiteten Kreml-Chor aus Zollhaus erstmals ein befreundeter Verein zu Gast. Mit
etlichen weiteren öffentlichen Auftritten, Ständchen und Gesängen bei
verschiedenen Anlässen unterstrich der Chor seine Verbundenheit zur örtlichen
Gemeinschaft und zu den Nachbarvereinen.
In der Mitgliederbewegung hielten sich Ein- und Austritte (drei zu vier) in etwa
die Waage, durch Tod verlor der Verein sieben Mitglieder. Insgesamt zählt der
Verein 317 Mitglieder, davon 46 aktive und 271 passive. Bei der Neuwahl des
erweiterten Vorstandes gab es nur geringfügige Veränderungen.
Herausragende Termine im Jahr 2008 sind der Vereinsball am 2. Februar, das
Fastnachtstreiben am 3. Februar, das silberne Dirigentenjubiläum von Jürgen
Faßbender am 23. Februar, das Eckensingen vor den Sommerferien, das Ausrichten
der Kirmes und die Mitwirkung beim Gruppensingen in Eschhofen am 8. November. (mhz)